Halsschlagaderoperation

Frage:
Meine Mutter hatte vor kurzem einen kleinen Schlaganfall. Nach einigen Wochen ist jedoch alles wieder normal. Nun soll sie an der Halsschlagader operiert werden.

Antwort:
Die Ursache für einen Schlaganfall, wo der Patient nach wenigen Wochen wieder völlig normal reagiert, kann durchaus eine Verkalkung der Halsschlagader (arteria carotis) sein. In diesem Fall ist es zur Minderdurchblutung oder womöglich auch zum Ausfall eines Teiles des Gehirnes gekommen, der sich wieder erholt hat oder dessen Funktion von anderen Hirnteilen übernommen worden ist. Trotzdem besteht ein hohes Risiko für eine Wiederholung des Problems.

Wenn nachgewiesen ist, daß eine mindest 70%ige Verengung der entsprechenden Halsschlagader als Ursache für den Schlaganfall vorliegt, so sollte operiert werden. In diesem Fall wird in Narkose die Schlagader eröffnet und die Verkalkung aus der Innenschicht der Schlagader entfernt. Danach wird die Carotis wiederum zugenäht.

Damit es dadurch nicht zu einer Verengung kommt, wird ein dünner Venenstreifen, so zu sagen als Flicken, eingenäht. Damit während der Operation die entsprechende Gehirnhälfte trotzdem mit Blut versorgt wird, wird eine Umleitung mit Hilfe eines Plastikröhrchens angelegt.

Nach der Operation erhält der Patient üblicherweise ein mildes Blutverdünnungsmedikament. In der darauf folgenden Ultraschallkontrolle der Schlagader sollte diese wiederum normal funktionieren und keinerlei Verengung mehr zeigen. Durch diese Operation kann einem Schlaganfall mit bleibenden Folgen wirksam vorgebeugt werden.