Virusinfektion nach Transplantation

Frage:
Angeblich erkranken viele Patienten während der Operation oder danach (z.B. während das Immunsystem bei Transplantationen fast auf „Null“ herabgefahren werden muß) an Virusinfektionen. Wie ernst ist die Situation, was wird dagegen getan?

Antwort:
Durch große operative Eingriffe kommt es oft auch zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems. Dennoch treten nur äußerst selten Virusinfektionen auf. Häufiger ist hier das Auftreten von bakteriellen Infektionen, die entweder durch die Erkrankung des Patienten selbst entstehen oder in weiterer Folge. Mit modernen Antibiotika sind diese Infektionen zumeist problemlos behandelbar. Virusinfektionen spielen in diesem Falle kaum eine Rolle.

Nach Transplantationen erhalten die Patienten Medikamente, um durch Unterdrückung der Immunantwort eine Abstoßung des Transplantates zu verhindern. Dies bedingt auch eine erhöhte Infektanfälligkeit, sowohl durch bakterielle, als auch Virusinfektionen oder Infektionen durch Pilze. Bakterien können effektiv mit Antibiotika behandelt werden.

Auch gegen Virusinfektionen stehen heutzutage wirksame Medikamente zur Verfügung. Häufige Virusinfektionen in den ersten Monaten nach der Transplantation sind Zytomegalie- und Herpesinfektionen.