Operation bei Krebs der Bauchspeicheldrüse

Frage:
Meine Frau wurde wegen einer Gelbsucht ins Krankenhaus eingeliefert. Nun ist man auf ein Gewächs im Kopf der Bauchspeicheldrüse gekommen. Es soll eine Operation nach Whipple durchgeführt werden. Was ist das?

Antwort:
Die Bauchspeicheldrüse hat zwei wesentliche Funktionen: erstens bildet sie ein Sekret, das in den Zwölffingerdarm fließt und bei der Verdauung hilft, zweitens wird hier Insulin erzeugt, ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert.

Die Drüse, und besonders der Kopf dieses Organs, liegt recht versteckt hinter dem Magen. Durch die Drüse führt nicht nur der Ausführungsgang der Drüse selbst, sondern auch der Gallengang. Der Zwölffingerdarm liegt der Drüse eng an. Daher kommt es, wenn sich hier ein Tumor bildet, sehr bald zu verschiedenen Problemen:

Einerseits Stauung des Gallenganges und dadurch Gelbsucht, andererseits Behinderung des Abflusses aus dem Magen durch Abdrücken des Zwölffingerdarmes. Bei der Operation nach Kausch-Whipple wird der Kopf der Bauchspeicheldrüse mit einem Teil eines Gallenganges und dem Zwölffingerdarm sowie einem Teil des Magens entfernt. Danach muss der Magen, die Bauchspeicheldrüse und der Gallengang wieder an das Verdauungssystem angeschlossen werden. Dies geschieht durch Vernähen dieser Strukturen mit Darmschlingen.

Insgesamt ist diese Operation einer größten im Bauchraum.  Sie ist jedoch bei manchen Erkrankungen die einzige Möglichkeit, dem Patienten zu helfen.