Verödung von Krampfadern

Frage:
Reicht nicht in jedem Fall die Verödung der Krampfadern?

Antwort:
Prinzipiell ist die Verödung von Krampfadern eine uralte, bewährte Methode. Durch das Einspritzen von gewebs- bzw. venenwandreizender Flüssigkeit in die Vene kommt es zu einer lokalen Entzündung und dadurch zum Verschluss = Verödung der Vene. Dafür ist eine Vielzahl von Flüssigkeiten bekannt, das Prinzip ist immer dasselbe.

Prinzipiell jedoch sehen wir die Verödung als möglichen Teil einer umfassenden Gesamtbehandlung.

Sicher ist, dass vor jeder Behandlung eine ausführliche Diagnostik mit Ultraschall und ev. Venenröntgen stehen muss. Nur so kann beurteilt werden, welche Art der Behandlung notwendig ist. Handelt es sich lediglich um einzelne Krampfadern, so ist die Verödung eine durchaus anwendbare Methode.

Findet man jedoch, wie sehr oft, dass die Venenklappe beim Zusammenfluss der oberflächlichen Venen im Bereiche der Leiste undicht ist, so kommt nach international unbestrittener wissenschaftlicher Übereinstimmung nur die Operation als einzig zielbringende Methode in Frage. Jede andere Methode bringt frühzeitige Rezidive oder gefährdet den Patienten.

Daraus ergibt sich, dass die Verödung seit vielen Jahrzehnten durchaus ihren Platz im Gesamtbehandlungskonzept von Krampfadern hat, diese Methode jedoch in keinem Fall ein Ersatz der Operation sein kann.