PTA statt Bypass

Frage:
Ich habe vor einem Jahr wegen der „Schaufensterkrankheit“ einen Bypass am Bein bekommen. Nun höre ich, dass man auch mit einer Aufdehnung ohne Operation behandeln kann. Ist das nicht besser?

Antwort:
Bei der peripheren Gefäßverkalkung der Schlagadern, die zur „Schaufensterkrankheit“, das heißt zum Stehenbleiben alle paar Meter, führt, ist meistens die komplette Verkalkung eines oder mehrerer Becken- oder Beingefäße die Ursache. Wenn beim Gefäßröntgen eine kurzstreckige Verengung oder ein kurzstreckiger Verschluß nachgewiesen wird, so ist die Aufdehnung mit dem Katheter (PTA) oder das Auffräsen mit einem Minibohrer sicherlich die optimale Methode.

In den Fällen, wo diese Methode aufgrund der Länge der Veränderung nicht mehr möglich ist, die Aufdehnung versagt oder sich die Stelle nach einiger Zeit wiederum verengt, wird ein Bypass (=Umleitung) operativ angelegt. Dazu wird entweder die eigene Vene des Patienten oder ein Kunstoffrohr als Material verwendet.

Daher ergänzen sich hier zwei Methoden und stehen nicht zueinander in Konkurrenz.