Langzeitvenenkatheter – Port a cath

Frage:
Eine Freundin bekommt nach einer Krebsoperation immer wieder Chemotherapieinfusionen und leidet vor allem darunter, dass man keine Venen mehr findet. Gibt es da nichts Modernes?

Antwort:
Besonders bei Patienten die Chemotherapie erhalten und daher über Wochen und Monate hinweg immer wieder z.T. stark venenreizende Substanzen gespritzt oder infundiert bekommen müssen, gibt es eine deutliche Erleichterung – einen Port-a-cath.

Dies ist eine kleine Kapsel aus Metall oder Plastik mit einer Kunststoffmembrane an der Oberfläche, die im Rahmen einer kleinen Operation, in lokaler oder allgemeiner Betäubung, unter die Haut verpflanzt wird. Es wird eine Vene in diesem Bereich aufgesucht und über diese eine Katheter bis in die obere Hohlvene vorgeschoben. Dieser Katheter wird mit der Kammer verbunden und die Haut darüber zugenäht. Damit ist es leicht möglich, durch Punktion dieser Kammer, ohne weitere Belästigung des Patienten, Spritzen und Infusionen zu verabreichen.

Die schwierige Suche nach dünnen Venen ist vorbei. Der Port kann praktisch unbegrenzt liegen bleiben. Dies bedeutet, besonders für Patienten mit Chemotherapie, eine massive Erleichterung. Diesen Eingriff bieten wir unseren Patienten, bei entsprechender Problematik, jederzeit an.