Colostomie

Frage:
Warum ist bei manchen Darmoperationen eine künstlicher Ausgang notwendig? Kann man das nicht vermeiden?

Antwort:
Wenn wegen eines Mastdarmkrebses, der in den Schließmuskel eingewachsen ist, operiert wird, so wird bei der Operation der gesamte Mastdarm mit Schließmuskel entfernt, sodaß ein ständiger künstlicher Ausgang im linken Unterbauch angelegt werden muß. Diese Colostomie kann meist mit Plastiksäckchen gut versorgt werden, sodaß die Umgebung vom Problem des Patienten nichts merken muß. Unter normaler Kleidung ist dies auch nicht zu sehen.

In Fällen, wo ein anderer Teil des Dickdarmes entfernt wird, kann man die Dickdarmenden wieder aneinander nähen. In manchen Fällen ist es jedoch notwendig, für eine gewisse Zeit lang diese Darmverbindung aus der Darmpassage auszuschalten und es muß daher für einige Monate ein künstlicher Seitenausgang gemacht werden. Dieser Ausgang befindet sich meist im rechten Oberbauch. Auch diese Colostomie kann gut versorgt werden, wird jedoch nach einigen Monaten, ohne größere Komplikation wieder verschlossen, sodaß nur eine Narbe an den ehemaligen künstlichen Ausgang erinnert.