Befunde vor der Operation

Frage:
Ich wurde erst vor einem halben Jahr operiert, nun soll ich wiederum zu einer Operation ins Krankenhaus kommen. Obwohl damals alle Befunde gemacht wurden, will nun das Krankenhaus wiederum alles neu. Ist das nicht unsinnig und eine Verschwendung von Geld? Außerdem muß ich wieder überall hinlaufen.

Antwort:
Für die Operation selbst sind einige aktuelle Befunde, wie z.B. Blutgerinnung, nötig. Außerdem wird bei jeder Allgemeinnarkose, so kurz sie auch sein mag, der Patient einer kontrollierten Vergiftung mit Medikamenten ausgesetzt, die Schmerzunempfindlichkeit und Bewußtlosigkeit zur Folge hat. Trotz aller schonenden Narkosemittel, die heutzutage verwendet werden, besteht doch ein gewisses Risiko für den Patienten. Deshalb muß vor jeder Operation genau beurteilt werden, welche Art der Narkose zumutbar ist.

Die Befunde und der Zustand jedes Patienten können sich innerhalb eines halben Jahres entscheidend ändern. Bei der Vereinbarung einer Operation wird individuell bestimmt, welche Voruntersuchungen notwendig sind und wie alt die Befunde sein dürfen. Dies wird dem Patienten schriftlich mitgeteilt.

Nur wenn der Patient mit allen angeforderten Befunden ins Krankenhaus kommt, so kann er wie geplant operiert werden. Falls nämlich auf einen der notwendigen Befunde verzichtet wird, trägt der Patient das Risiko. Dies ist natürlich nicht vertretbar. Daher ist es im dringenden Interesse jedes Patienten, vor einer Operation die gewünschten Befunde mitzubringen, damit der vereinbarte Operationstermin eingehalten werden kann.