Zum Thema Brustkrebs

Bösartige Tumore der weiblichen Brust sind die häufigste Krebstodesursache bei Frauen.

Zur Gefährlichkeit der Erkrankung kommt, daß es sich bei der weiblichen Brust um ein sekundäres Geschlechtsmerkmal handelt, dessen Verstümmelung durch eine Operation als besonders beeinträchtigend empfunden wird.

Wie geht man heute vor?

Sollte bei der Untersuchung der Brust oder bei der (ab dem 35. Lebensjahr routinemäßigen) Röntgenuntersuchung (Mammographie) ein auf ein Gewächs (Tumor) verdächtiges Areal gefunden werden, so sollte mit den Röntgenbildern eine Vorstellung beim Chirurgen erfolgen. Hier wird in Zusammenschau des Tastbefundes und der Röntgenbilder das weitere Vorgehen mit der Patientin gemeinsam beschlossen. In Frage kommt eine weitere engmaschige Kontrolle der Befunde, eventuell eine Punktion oder, bei Verdacht auf einen bösartigen Prozeß, die Entfernung des Gewächses. Eine Punktion oder Stanze allein kann immer nur Aussage über die entfernten Gewebeteile geben und nicht über die Zellen daneben. Daher ist nur ein Krebs-positives Ergebnis letztlich aussagekräftig.

In den meisten Fällen wird daher die operative Entfernung des Tumors nötig sein. Noch während die Patientin in Narkose ist, erfolgt eine Untersuchung unter dem Mikroskop, die aussagt, ab der Prozeß gut- oder bösartig ist. Im günstigen Fall kann die Patientin dann mit einer kleinen Narbe ein paar Tage später nach Hause.

Sollte sich jedoch Krebsgewebe finden, so muß weiteroperiert werden.. Nur mehr bei sehr großen Tumoren und in seltenen Fällen muß heute noch die gesamte Brust entfernt werden. In den meisten Fällen reicht eine Teilentfernung, die meist ein sehr günstiges kosmetisches Ergebnis hinterläßt. Zumeist ist jedoch, über einen separaten Schnitt, die Entfernung der Achsellymphknoten nötig. Dies deshalb, damit beurteilt werden kann, ob sich Krebszellen bereits weiter ausgebreitet haben. In diesem Fall ist zusätzlich eine Chemotherapie nötig.

In jedem Fall ist nach einer Teilentfernung der Brust wegen Krebs eine Röntgen-Bestrahlung der Restbrust nötig. Diese ist heutzutage gut verträglich und hinterläßt keine negativen Folgen.

Nach Abschluß der Behandlung ist eine genaue Nachuntersuchung in bestimmten Abständen unbedingt nötig, um eventuelles Wiederauftreten des Gewächses rechtzeiteig zu entdecken.